Reglement

Auszug, dient lediglich zur Information. Die verbindlichen Regeln sind der Anlage zum Anmeldeformular, den Wichtigen Informationen und Rahmenbedingungen, zu entnehmen. Diese können auf der Download-Seite heruntergeladen werden.

Start

Es gibt bei der Bodenseequerung drei mögliche Distanzen, die der Schwimmer/die Schwimmerin (nachfolgend nur noch der Schwimmer allgemein genannt) zurücklegen kann. Diese sind unterschiedlich lang. Näheres dazu kann hier nachgelesen werden. Generell gilt jedoch für alle Querungen, die offiziell gewertet werden sollen, dasselbe Reglement.

Für eine offizielle und durch uns bestätigte Querung ist das folgende Schwimm-Reglement verbindlich. Zuwiderhandlungen, oder auch zeitweise Nichtbeachtung, haben die sofortige Disqualifikation zur Folge. Disqualifikation bedeutet in diesem Fall, dass das Schwimmen nicht offiziell gewertet wird. Selbstverständlich hat der Schwimmer die Möglichkeit das Schwimmen für sich abzuschließen. Es muss also bei einem Regelverstoß nicht abgebrochen werden. Eine Wertung findet jedoch nicht statt und die mit einer erfolgreichen Querung in Zusammenhang stehenden Anerkennungen werden nicht übergeben.

Vor dem Start wird der Schwimmer vom Observer überprüft. Dabei gelten folgende Regelungen als zwingend:
 
  • Der Schwimmer muss die ihm von der Bodenseequerung zur Verfügung gestellte Badekappe verwenden  (Sollte diese im Laufe des Schwimmens kaputt gehen, ist immer Ersatz zur Hand). Diese Kappe kann über einer privaten Kappe getragen werden (Profisportler mit Sponsorenkappen haben dies bei der Anmeldung bekannt zu geben, damit eine Lösung gefunden werden kann). Sollte eine zweite Kappe unter der offiziellen Badekappe getragen werden, darf diese aus Silikon oder Latex bestehen. Die Badekappe darf zu Stabilisierungszwecken auch ein Kinn-Band haben. Das Tragen von mehr als zwei Schichten ist verboten. Die Badekappen (Silikon oder Latex) dürfen nicht dicker sein als im Handel erhältliche. Neoprenkappen sind nicht erlaubt.
  • Es ist erlaubt, Schwimmanzüge zu tragen (FINA zertifiziert, kein Neopren). Diese dürfen jedoch den Rücken nicht komplett bedecken. Es muss mindestens die Fläche eines A4 großen Papierbogens unbedeckt sein. Die Beinlänge muss oberhalb des Knies enden. Diese Regelung gilt für Damen und Herren.
  • Handelsübliche Badehosen, Bikinis und Badeanzüge sind erlaubt. Auch hier gilt jedoch die Regelung, wie für Schwimmanzüge.
  • Ohrenstöpsel sind erlaubt.
  • Nasenklammern sind erlaubt.
  • Der restliche Körper darf während des Schwimmens nicht bedeckt werden. Lediglich der Einsatz von Fetten ist erlaubt. Diese können vor Wundscheuern schützen und verzögern die Auskühlung des Körpers.
  • Das Tragen von Neoprenanzügen ist nicht gestattet. (Ausnahme bei Neoprenquerung)
  • Das Tragen von Boxershorts/Badeshorts/Surfshorts ist ebenfalls untersagt.
  • Das Mitführen von elektronischen Geräten (Funk, MP3-Player, Radio usw.) ist mit dem Observer abzustimmen.

Der Schwimmer muss grundsätzlich vom offiziellen Startpunkt an Land starten. D.h. er darf nicht vom Boot aus losschwimmen, sondern muss mit dem gesamten Körper beim Start aus dem Wasser sein. Berührt der Schwimmer nach dem optischen und/oder akustischen Signal (abhängig vom Startzeitpunkt und wird vorab besprochen) zum ersten Mal das Wasser, beginnt die Zeitnahme und das Schwimmen gilt als offiziell gestartet.

Schwimmen

Der Schwimmer schwimmt parallel zum Begleitboot. Er hat die Wahl, entweder zur Backbord- oder Steuerbordseite zu schwimmen. Die Richtung wird durch das Begleitboot vorgegeben. Der Schwimmer kann sich somit immer am Boot orientieren. Der Abstand zum Boot sollte mindestens einen und maximal fünf Meter betragen. Kurze Abweichungen sind jedoch vertretbar.

Während des Schwimmens ist der physische Kontakt zur Crew und zum Begleitboot verboten. Sollte der Schwimmer auf Grund einer Welle, oder eines Fahrfehlers des Bootsführers, das Boot versehentlich berühren gilt das nicht als Kontakt im oben gemeinten Sinne.

Nahrung und Getränke müssen während des Schwimmens eingenommen werden. Es ist nicht erlaubt, das Wasser zu diesem Zwecke zu verlassen. Gleiches gilt für andere Bedürfnisse.

Nahrung und Getränke dürfen dem Schwimmer gereicht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass während der Aufnahme dieser Dinge kein Festhalten an Keschern, Stäben oder Seilen möglich ist. Das Berühren des Keschers, bzw. der Übergabehilfen zur Entnahme von Nahrung und Getränken ist erlaubt, das Festhalten daran jedoch nicht.

Für eine ausreichende Menge an Verpflegung ist vor dem Start Sorge zu tragen. Sollte es während des Schwimmens dazu führen, dass die Menge nicht ausreichen sollte, kann durch ein zweites Boot die Versorgung aufrechterhalten werden. Das Schwimmen darf jedoch dadurch nicht gestört werden.

Folgende Hilfsmittel können während des Schwimmens vom Schwimmer genutzt werden, ohne dass diese zur Disqualifikation führen:

  • Knicklichter
  • RESTUBE-Boje in gepacktem Zustand (bei Aktivierung ist das Schwimmen beendet und dient nur der Sicherheit im Ernstfall)

Die Knicklichter müssen umgehend, wenn die Dämmerung eintritt, vom Schwimmer angelegt werden. Hierbei ist den Instruktionen des Observers Folge zu leisten.

Auf Wunsch des Schwimmers kann die Querung jederzeit abgebrochen werden.

Auf Wunsch des Schwimmers kann das Schwimmen über GPS aufgezeichnet werden. Somit ist die genaue Distanz und Strecke nachvollziehbar. Diese Option muss bei der Anmeldung berücksichtigt werden, kann aber auch nachträglich, spätestens jedoch 14 Tage vor dem Start, noch dazu gebucht werden.

Neoprenklausel

Sämtliche Querungen können auch mit Schwimm-Neoprenanzug geschwommen werden. Diese Querungen werden jedoch separat geführt und gelistet. Hierbei unterscheidet sich das Reglement lediglich darin, dass der Einsatz von Neopren am Körper erlaubt ist. Auch in diesem Falle ist jedoch die Badekappe der Bodenseequerung über der Neoprenkappe zu tragen. Die Klausel in der bestimmte Körperregionen frei bleiben müssen ist in diesem Falle unwirksam. Der Einsatz von Handschuhen und Füßlingen ist demnach ebenfalls gestattet. Sämtliche Kleidungsstücke dürfen jedoch lediglich zur Wärmeisolierung verwendet werden. Eingearbeitete Schwimmhilfen (z.B. „Schwimmhäute“ bei Handschuhen, oder Flossenansätze an den Füßlingen, zusätzliche Auftriebshilfen, usw.) sind nicht erlaubt.

Ziel

Die Querung wird gewertet, wenn der Schwimmer „trockenen Fußes“ im Ziel eintrifft. Dazu muss der Schwimmer komplett aus dem Wasser. Hat kein Regelverstoß stattgefunden, gilt die Querung als erfolgreich.